HalloweenTotal
Landstraße durch herbstlich rot gefärbten Wald in den USA mit Kürbisstand am Straßenrand

Halloween-Reise in die USA

Halloween in den USA zu erleben ist eine Reise mit einem festen Datum und einer knappen Woche Spielraum. Wer im Sommer plant, hat die Wahl – wer im September plant, nimmt, was übrig ist.

Aktualisiert am

Eine Halloween-Reise in die USA hat eine Eigenheit, die sie von jeder anderen Städtereise unterscheidet: Das Datum ist nicht verhandelbar, und alle wollen zur selben Zeit dorthin. Unterkünfte in den bekannten Orten sind im Oktober früh weg und teuer.

Deshalb steht die Planungsfrage vor der Zielfrage. Wer vorher wissen will, was die Amerikaner selbst feiern, findet dort den Überblick — er hilft bei der Entscheidung, ob es überhaupt eine Reise braucht.

Wann buchen?

ZeitpunktLage
Juni bis JuliFlüge und Unterkünfte in normaler Preislage, freie Auswahl
AugustUnterkünfte in Salem und Sleepy Hollow werden knapp; Events öffnen den Vorverkauf
SeptemberTicketkontingente für die großen Haunt-Events beginnen zu schließen
Oktoberin den Hotspots faktisch keine sinnvolle Auswahl mehr

Die Tickets für Halloween Horror Nights und vergleichbare Events werden getrennt von der Reise gekauft und sind an starken Terminen ebenfalls ausverkauft.

Die Ziele im Vergleich

ZielWofürPasst zu
Salem, MAHexenprozesse 1692, Festival mit 50+ VeranstaltungenGeschichte, Familien tagsüber
Sleepy Hollow, NYSchauplatz der Legende vom kopflosen Reiter, Laternenführungen, HayridesLiteratur, ruhigere Atmosphäre
New Orleans, LAVoodoo-Geschichte, Geisterführungen, Krewe-of-Boo-ParadeNachtleben, Kultur
Savannah, GAgilt als eine der „meistheimgesuchten" Städte, Friedhofs- und KutschentourenSüdstaaten, Architektur
New York CityVillage Halloween Parade, Straßenkostüme, Großstadt-Halloweenwer ohnehin nach NYC will
Los AngelesWest Hollywood Carnaval (über 500.000 Besucher), Knott's Scary FarmParty, Freizeitparks
Orlando, FLHalloween Horror Nights bei Universalwer den Grusel als Hauptzweck hat

Zwei Reisetypen, zwei Routen

Der Erlebnistyp will Haunted Houses und Freizeitpark-Events. Für den ist Orlando oder Los Angeles richtig: ein Standort, mehrere Abende Programm, kaum Fahrerei. Fünf bis sieben Tage reichen.

Der Atmosphärentyp will Herbst, Laub, Kürbisfelder und alte Friedhöfe. Für den ist Neuengland richtig — Boston als Basis, Salem und Sleepy Hollow als Tagesziele, dazu der Indian Summer, der für sich allein die Reise trägt. Zehn Tage sind angenehm. Die bekanntesten Spukorte der USA liegen allerdings über das ganze Land verteilt, nicht nur im Nordosten.

Beides in einer Reise geht, ist aber eine Ost-West-Querung mit Inlandsflug — und Zeit im Oktober ist knapp.

Was die Reise wirklich verlangt

  • Der Oktober ist Nebensaison für Amerika-Reisen — außer an genau diesen Orten. Flüge sind vergleichsweise günstig, die Unterkünfte in den Halloween-Hotspots nicht.
  • Neuengland im Oktober heißt 5 bis 15 Grad und Regen. Alle guten Programme finden draußen statt. Feste Schuhe, Jacke, Schichten.
  • Abends geht nichts spontan. Führungen, Haunt-Tickets und Restaurants sind in der Saison ausgebucht. Wer ohne Reservierung losgeht, steht an.
  • Mietwagen abwägen. Für Neuengland sinnvoll, für Salem im Oktober und für New York City ausdrücklich nicht.
  • Einreiseformalitäten (ESTA oder Visum) rechtzeitig klären — das gilt unabhängig von Halloween, wird aber bei kurzfristigen Reisen zum Problem.
  • Reise- und Ticketkosten sind getrennt. Haunt-Events, Führungen und Parktickets kommen zum Reisepreis dazu und summieren sich.

Wenn es nicht die USA sein muss

Der ehrliche Hinweis zum Schluss: Wer Halloween-Atmosphäre sucht und nicht zwingend Amerika, findet näher etwas — Irland ist das Ursprungsland des Festes und begeht es mit eigener Tradition, und in Deutschland gibt es die Halloween-Events der großen Freizeitparks. Die sind nicht dasselbe, aber sie kosten auch keinen Interkontinentalflug.

Häufige Fragen

Wann sollte man eine Halloween-Reise in die USA buchen?

Im Juni oder Juli. Ab August werden Unterkünfte in Salem und Sleepy Hollow knapp, im September schließen die Ticketkontingente der großen Events.

Wohin fährt man am besten für Halloween in den USA?

Für Erlebnisse und Haunt-Events nach Orlando oder Los Angeles, für Herbstatmosphäre und Geschichte nach Neuengland mit Boston als Basis und Salem als Tagesziel.

Wie lange sollte die Reise dauern?

Fünf bis sieben Tage bei einem Standort mit Freizeitpark-Programm, etwa zehn Tage für eine Neuengland-Rundreise mit mehreren Zielen.

Braucht man einen Mietwagen?

In Neuengland ja, für Salem im Oktober und für New York City nein — dort ist der öffentliche Nahverkehr klar im Vorteil.

Wie ist das Wetter im Oktober?

In Neuengland 5 bis 15 Grad mit Regenwahrscheinlichkeit, dafür die Zeit der Laubfärbung. In Florida und Kalifornien deutlich milder.

Quellen

  • Reiseportale und -magazine (Alternative Airlines „Best Halloween Destinations in the USA", Travel And Tour World, SheBuysTravel, CuddlyNest, Inspired Backpacker) — Zielauswahl und Profil der Orte: Salem (Witch House, Haunted Happenings, Kerzenlicht-Friedhofsführungen), Sleepy Hollow (Washington Irvings Legende, Hayrides, Laternenführungen), New Orleans (Krewe-of-Boo-Parade, Geisterführungen), Savannah (Friedhofs-, Trolley- und Pub-Führungen); durchgängige Empfehlung, Unterkünfte und Touren früh zu buchen.
  • VroomVroomVroom, „Top Halloween Events in the US" — West Hollywood Carnaval mit über 500.000 Besuchern.

Abgerufen am 13.08.2026. Preise, Termine und Verfügbarkeiten ändern sich jährlich; diese Seite nennt bewusst keine konkreten Preise. Einreisebestimmungen bitte beim Auswärtigen Amt beziehungsweise bei den US-Behörden prüfen.