Halloween

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Wer kennt Halloween nicht? Jeder kennt es heute schon. Es ist mittlerweile zu einem globalen Ereignis, ja man könnte beinahe sagen, Fest geworden. Ursprünglich stammte Halloween aus Amerika, den USA, und war dort so etwas wie die inoffizielle Eröffnung der „Herbstsaison“. Durch Filmklassiker wie „Halloween“ und seine zahlreichen Fortsetzungen wurde Halloween als Fest auch nach Europa und in andere Teile der Welt getragen und dort sehr populär. Halloween gehört heute zu den umsatzstärksten Festen weltweit mit einem Umsatz von mehreren Milliarden Dollar. Auch der gleichnamige Film ist beliebter denn je und gehört heute zu jedem schönen Halloween Fest. Es läutet defacto die Stimmung erst ein. Erst wenn Jason mit seiner Maske (die berühmte weiße Maske, die heute wohl zu den symbolträchtigsten Masken des Festes zählt) über die heimischen TV Sets flimmert, kommt richtig Halloween Stimmung auf. Aber wie hat Halloween eigentlich begonnen? Warum begann man Kürbise zu verkleiden und auszuhöhlen? Und warum hat man begonnen, sich zu verkleiden? Welchen Sinn machte das aus historischer Sicht heraus? All dies wollen wir uns im nächsten Kapitel ansehen.

Geschichte und Ursprung Halloweens

Gleich zu Beginn das wichtigste Element vorweg: „Halloween in seiner ursprünglichen Form hat eine sehr lange Tradition“. Die Geschichte von Halloween, dessen Festivitäten heute schon von vielen auch bereits als Mythos in den Geschichtsbüchern erwähnt wird – hat viele Seiten. Der Legende nach soll es sich bei Halloween um einen gruseligen Brauch von keltischem Ursprung handeln. Die Ursprünge befinden sich aber nicht in jenem Land, das Halloween bekannt gemacht hat, sondern in Irland. Als Erfinder gilt ein gewisser Herr, ein alter „Ire“ namens Jack O’Lantern. Wie Halloween genau im Detail entstand ist heute aber vielfach umstritten. Jedenfalls ist das Brauchtum stetig gewachsen und hält bis zum heutigen Tage ungebrochen an. Man zelebriert das Fest mittlerweile auf der ganzen Welt und es gibt auch kaum regionale Unterschiede zu beobachten. Von den USA bis nach Europa sieht man am Halloweenstag Kinder, welche an Türen klopfen und bepackt mit ihrem „Schlachtruf „trick or treat“ nach Süßigkeiten fragen. Diese alte Tradition lebt bis heute in den Herzen der Kinder und auch die Erwachsenen hinter den Türen geben bereitwillig Süßigkeiten. Obwohl man dazu sagen sollte, daß es sich, aufgrund der globalen Ausbreitung des Festes, nicht bis ins Detail durchgesetzt hat. In Deutschland zum Beispiel ziehen die Kinder heute nicht unbedingt mit „trick or treat“ herum, um Süsses zu ergattern! Sie blieben eher bei der deutschen Sprache und so haben sich die Sitten auch ein wenig den nationalen Gebräuchen angepasst.
Zu Beginn wurde Halloween sehr stark durch den Einfluss vieler Religionen geprägt und manipuliert. Diese hatte ganz offensichtlich großen Einfluss darauf, wie Halloween gefeiert wurde. Es wurde der feiernden Bevölkerung gesagt, daß man versuche, Geister von verblichenen Seelen zu besänftigen. Es ist auch eine Art Abschreckung. Halloween war also ein Fest, um sich die Sünden vom Leib zu halten und das Böse zu vertreiben. Viele meinen auch, daß die ausgeschnitzten Kürbisse Totenmasken darstellen sollten. Es soll sich dabei um die Untoten handeln, die noch nicht im Jenseits angelangt sind. Dazu wurden auch große Feuer angezündet, um den Schaden von den eigenen Häusern fern zu halten. Schon früh hat man sich verkleidet. Angefangen haben die keltischen Völker, welche mit Tierköpfen verkleidet versuchten, alte Geister zu besänftigen und zu beruhigen.

Wie bei vielen dieser Feste wurde auch früher mit Geistern gearbeitet und den Ängsten der Menschen. Die Religionen haben diese Ängste auch noch dahingehend geschürt, dass sie Volksfeste als sog. „Geisterabwehr“ darstellten. Es diente, im Gegensatz zu heute, nicht mehr (alleinig) dazu, Spiel, Spaß und Freude zu fördern, und die Menschen zu unterhalten, sondern sie für ihre Zwecke zu beeinflussen. Man könnte Halloween auch als eine Art „Offensiv-Strategie“ bezeichnen, welche zum Zwecke der Eigenabwehr initiiert wurde. Es war ein Fest um defacto zu handeln. Man hatte eigentlich keine Angst vor dem großen Unbekannten. Man sagt, es handelt sich um eine Legende, aber demnach hat es sich um ein paar Bettler und obdachlose Personen gehandelt, welche in zerfetztem Gewand um milde Gaben zu betteln bzw um zu bitten.
Dies würde eine ganz andere Historiengeschichte erklären. Jedenfalls vertritt die Mehrheit der Historiker die Meinung, dass man die Geister beschenken und besänftigen wollte. Die geschmückten Kürbisse kamen erst viel später hinzu. Zu Beginn sollen es übrigens Rüben gewesen sein, die man liebevoll aufmoppte. Man schnitt aus den Rüben Gesichter und schnitzte ihnen schaurige Grimassen hinein, um den bösen Mächten (allen voran der böse Geist) im Glauben zu lassen, hier wohne eine verdorbene alte Seele die man besser nicht stören sollte. Aus diesem Grund stellte man die Rüben (und später die Kürbisse) auch genau vor die Haustüre und nicht woanders hin. Da man glaubte, dass die Geister von Haus zu Haus und Türe zu Türe zogen, hoffte man, daß diese getäuscht weiterziehen würden!
Das damalige Halloween ist Halloween des neunten Jahrhunderts nach Chr. einen Schnipp ähnlicher geworden. Zu dieser Zeit stürmten die Römer durch halb Europa und unterwarfen unter anderem auch die Kelten. Viele Gebräuche und Sitten wurden verboten. Obwohl zu jener Zeit gewaltige Proteste das Tagesgeschehen prägte, wurden doch so manche Bräuche beibehalten! Im Falle von Halloween sprach der Papst ein Machtwort und der damalige Oberhaupt der Kirche bzw Papst beschloss die Bräuche zu „verchristlichenen“. Die Feier wurde dann hoch offiziell auf den 1. November verlegt, und als „ein Tag von Toten und Heiligen“ gefeiert.

Heute ist dieses Fest auch unter dem Namen „Allerheiligen“ bekannt. Allerheiligen übersetzt man am besten in das Englische, was nämlich bei den Angelsachsen „all hallows“ bedeutet. Der Abend vor Allerheiligen „all hallows evening“ wurde im Laufe der Jahre zu „Halloween“.

Wie aber kam es, dass man zunächst Rüben ausschnitzte und viel später begann, einen Kürbis aus zuhöhlen und eine Kerze hinein zustellen?

Der tiefere Grund liegt in der im 19. Jahrhundert beginnenden Auswanderungsquelle der Iren nach Amerika. Es begann so ca um das Jahr 1850. 1000e Iren wanderten nach Amerika aus. Warum war sehr schnell klar. Amerika bot neue Möglichkeiten für die krisengeschüttelten Iren. Denn die Wirtschaft lag brach und Amerika bot ihnen die Chance, daß sie sich eine neue wirtschaftliche Situation schaffen konnten. Da man in Irland eigene Bräuche pflegte und die natürlich nicht aufgeben wollte, nahm man sie einfach mit auf die Reise nach Amerika. Leider gab es im neuen Land, der neuen Heimat keine Rüben, also nahmen die Iren einfach Kürbisse.

Bis heute hält sich daher das Synonym für die Kürbislaterne als „Jack o’Lantern“.

Das Fest wird „heute“ aber eher kommerziell gefeiert. Schließlich wurde es massiv durch den „Kommerz“ aufgepeppelt. Aufgrund der wachsenden Beliebtheit von Halloween auch bei uns in Mitteleuropa wird es zunehmend heimischer und immer mehr gefeiert! Die Verkleidung ist geblieben und auch Kürbisse werden geschnitzt und geschminkt sowie beleuchtet. Man verkleidet sich mittlerweile nicht mehr nur als Geister und Monster und zieht mit einer Kürbislaterne in der Hand von Haus zu Haus, sondern sucht nach immer originelleren Kostümen, Sitten und Gebräuchen. Heute bitten vor allem Kinder um (Gaben in Form von) Süßigkeiten! Auch diese wurden immer erfinderischer und die traditionellen Gaben sind immer teureren Kreationen von westlichen Süßwarenherstellern gewichen.